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Dienstag, 10. Mai 2011

Seit 10 Jahren Bookcrossing

Die SZ schreibt am 10. Mai 2011:

»Berlin (dpa) - Fast wie Flaschenpost: Jemand legt irgendwo ein Buch aus, ein anderer sammelt es ein - Stunden oder Wochen später. Der Finder liest das Buch, schreibt einen Eintrag in ein Web-Forum und lässt es wieder frei. So funktioniert Bookcrossing - seit zehn Jahren. […]
Es gebe derzeit rund 930 000 Bookcrosser und 8 Millionen Bücher, die durch 132 Länder reisen, heißt es auf der Bookcrossing-Website. In Deutschland machen rund 50 000 Nutzer mit. Mehr Bücherwürmer sind nur in den USA (rund 318 000) und Großbritannien (etwa 81 000) registriert. Ein soziales Netzwerk bekommen Buchfreunde also gleich mitgeliefert. Auf der kostenlosen Website geben viele auch Bewertungen der gelesenen Werke ab. Die Initiatoren bezeichnen Bookcrossing als «Bibliothek für die ganze Welt».[…]
Beim Bookcrossing können Nutzer auch Wunschtitel angeben. Wer ein Buch aus seinem Besitz auf der Liste eines anderen Nutzers findet, könne es ihm einfach per Post zuschicken, erzählt die Berlinerin. «Diese Nächstenliebe in der Community finde ich toll.» Das System beruhe auf Gegenseitigkeit, jeder profitiere einmal.[…]«

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Mittwoch, 3. Juni 2009

Die offene Bibliothek

Das Aktionskünstler-Duo Clegg & Guttmann hat die Bewegung »Öffentlicher Bücherschrank« angestoßen. Sie installierten frei zugängliche Büchervitrinen unter dem Projektnamen Die offene Bibliothek 2001 im Augsburger Hofgarten oder auf dem Jüdischen Friedhof in Krems. Jeder Besucher darf Bücher aus der Vitrine herausnehmen und soll insbesondere auch eigene hineinstellen. Dieser aktivierende Einbezug des Betrachters ist übrigens ein fast durchgängiges Prinzip der Installationen von Clegg & Guttmann.
Der Öffentlicher Bücherschrank ist jetzt sogar als Stichwort bei Wikipedia vertreten.
Einen interessanten gesellschafts-politischen Beitrag zu diesem Thema hat Sisyphos auf DayInMyLife veröffentlicht.
Zu dem damit in Verbindung stehenden Thema »BookCrossing« ist auch ein sehr lesenswerter aktueller Beitrag im konsumkritischen Weblog Konsumpf zu finden.
Ich habe hier in diesem Blog mehrfach darüber geschrieben.
Eine neue Variante des BookCrossing ist die »Bücherwanderung«, die Fred Lang, Autor mehrerer Bücher, zunächst als Marketing-Instrument für die eigenen Bücher entwickelt hat.

Donnerstag, 31. Mai 2007

Vier Prozent aller Deutschen werfen Bücher weg

Einer Forsa-Umfrage zufolge sind für die allermeisten Deutschen Bücher mehr als ein schlichter Gebrauchs- oder Dekorationsgegenstand. Die wenigsten möchten sich nach dem Lesen von ihren Büchern trennen. 90% der Befragten aller Altersgruppen bewahren sie auf. Die Frage ist, wie oder wo? Im Bücherschrank, wo sie einem den Rücken zukehren?.
9% verkaufen ihre gelesenen Bücher wieder über das Internet. Dazu gibt es ja über Amazon und Ebay sehr gute Möglichkeiten, die ich selbst auch nutze. Lediglich 4% aller Leser gaben an, dass sie ihre gelesenen Bücher wegwerfen. Wegwerfen! Dabei gibt es doch Book Crossing.

Am 20.8.2007 fand ich folgenden ergänzenden Link: »Hebt Ihr alle Eure Bücher auf?«.

Klaus C. Marwitz
AlphaReading.de

Mittwoch, 7. Februar 2007

Bücher freilassen - BookCrossing

Haben Sie schon einmal ein gelesenes Buch freigelassen? Bookcrossing, das Finden, Lesen und Wiederfreilassen von Literatur entstammt einer Idee von Ron Hornbaker, der 2001 das erste Buch auf die Reise schickte.

2003 berichtete ich in meinem Newsletter: »Astrud Schmidt steckt Bücher in Kanonenrohre, versenkt sie in Brunnen oder legt sie auf Parkbänke. Die 35 Jahre alte Erfurterin ist Buchauswilderin. Statt die gelesenen Werke ins Buchregal zu stellen, schenkt sie ihnen die Freiheit.«

Bislang (Stand 07-02-2007) gibt es 529.342 BookCrossers, die bereits 3.668.070 Bücher registriert haben. Die BookCrosser stammen aus allen Altersschichten und demographischen Gruppen. BookCrossing ist global mit Mitgliedern aus über 130 Ländern. Bei XING.com (früher openBC) gibt es 120 Mitglieder, die sich für BookCrossing interessieren.

Das Prinzip des Book-Crossing ist einfach. Auf der Homepage von BookCrossing bekommen Leseratten Nummern. Mit diesen registrieren sie ihre Bücher vor der Auswilderung. Findet jemand das Buch und gibt die Nummer auf der Homepage ein, kann man nachvollziehen, wann und wo das Buch gefunden wurde. So wandern die Bücher um die Welt.

Ich habe schon viele meiner AlphaReading-Seminar-Teilnehmer/innen zu BookCrossern gemacht, in Deutschland und in Österreich.

Auf der German Support Site kann man sich alle Informationen holen, um in dieses originelle Hobby einsteigen zu können.

Klaus C. Marwitz