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Freitag, 23. Oktober 2009

Der Lern-Clou: Emotionales Schnelllesen

(openPR) - Auf die Frage, wie er es anstelle, durch die Informationsflut
bedrohte Menschen in kurzer Zeit wieder aufzurichten und sogar neugierig auf mehr Informationen zu machen, antwortete Klaus Marwitz, Trainer für kreative Lern- und Wissenstechniken: »AlphaReading-Seminare sind nicht verkopfte Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer am Ende lediglich wissen, wie »es« geht. Vielmehr haben sie die neuen Techniken bereits oft und erfolgreich angewandt, sie sind »durch den Körper gelaufen«, sie sind emotional bewegt worden. Dadurch haben sie den Grundstein dafür gelegt, dass das Neue zur Gewohnheit wird, die automatisch abläuft...

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Donnerstag, 25. September 2008

DOs und DON'Ts fürs schnelle Lesen

Auf eine Anfrage der FAZ, was man zum Anfang tun bzw. nicht tun solle, um beim Lesen von Sach- und Fachtexten schneller und gründlicher zu werden, stellte ich folgende (unvollständige!) Liste auf:

Print:
  • Sich vorher überlegen, warum man gerade diesen Text lesen will.
  • Wenn der Autor unbekannt oder das Thema unbequem ist, zuerst mehr Informationen über Wikipedia oder Amazon einholen. Dann:
  • Den ganzen Text flüchtig in Augenschein nehmen, damit man eine Ahnung bekommt, was auf einen zukommt.
  • Leseabstand 30 bis 40, noch besser 50 cm
  • Mit dem Zeigefinger oder einem Stift unter der Zeile ganz gleichmäßig und schnell von links nach rechts entlanglaufen, Zeile für Zeile, um einen Rhythmus zu erzeugen
  • Dabei nicht jedes »kleine« Wort mitlesen, sondern vorwärts drängen, nicht langsamer werden.
  • Bei kurzen Zeilen (schmalen Druckspalten) den Zeigefinger in die Zeilenmitte legen und mit gleichbleibender Geschwindigkeit senkrecht nach unten ziehen; dabei die wichtigen Wörter fixieren, aber auf keinen Fall zurückbleiben.
  • Nach 3 bis 4 Seiten innehalten und aus dem Gedächtnis (!) 20 bis 30 wichtige Worte notieren (oder in ein Mind-Map eintragen). Zum Trainieren immer schneller werden und immer längere Textstücke im Ganzen lesen. Nicht zurückgehen und noch einmal »gründlich« lesen. Das bremst das Selbstwertgefühl aus. Mut zur Lücke!

Bildschirm:

  • Das Lesen am Bildschirm ist wesentlich komfortabler, weil so viel einstellbar ist.
  • Nicht Ausdrucken!
  • Leseabstand ca. 70 cm
  • Schriftgröße so einstellen, dass man die Augen nicht zukneifen muss, um alles zu erkennen.
  • Zeilenlänge auf ca. 60 bis 70 Zeichen stellen.
  • Font auf Verdana oder Arial umstellen.
  • Beschleunigungstrainingsprogramme wie zB ZAP-Reader verwenden
  • sonst wie Print
Was man nicht tun sollte, wenn man schnell und gründlich sein will:

  • Sich nicht vorher überlegen, wozu man den Text lesen will.
  • Jammern, dass die Informationsflut überhand nimmt.
  • Langsam und stotternd ohne Rhythmus lesen.
  • Zu schon gelesenen Stellen zurückkehren.
  • Tagträumen.
  • Nebenher Musik mit Text hören.
  • Bei flackerndem Licht (zB Fernseher) lesen.
  • Zu wenig Informationen zum Thema haben.

Montag, 19. Mai 2008

Lesen: Die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer

Wie kommt es, dass wir so hochkomplexe Fähigkeiten wie Radfahren oder Schwimmen, vom Autofahren ganz zu schweigen, gern, hartnäckig und ausdauernd lernen, und zwar ohne zu klagen? Und wie kommt es, dass wir beim Erlernen des schnelleren, anderen Lesens so viele Tipps, Kicks, Tröstungen und Aufmunterungen benötigen?
Im ersten Fall haben wir die neue Welt vor Augen, die sich durch die genannten Fähigkeiten und Fertigkeiten erschließt. Analog zum gern zitierten Satz von Antoine de Saint Exupéry »Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommele nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.«
Im zweiten Fall schauen wir verbockt immer wieder auf unser Unvermögen (von dem wir ja weg wollen) und trauen uns nicht in die Welt ohne Schwimmflügel, Stützräder oder Fahrlehrer. Der Spaß hinter dem Schnelllesen bleibt verborgen. Was wird durch das schnelle Lesen möglich? Darauf haben wir in der Schule, die verantwortlich ist für unsere rudimentär gebliebene Kulturtechnik Lesen, keine Antwort als Perspektive erhalten. Solange man so unsinnig abfragt: »Wie stellt sich die Bundesrepublik Deutschland im Text »Das steinerne Herz« von Arno Schmidt dar?«, wird der Autor, der sich mit herkömmlichen Lesemethoden nur unvollkommen erschließt, im Dunklen bleiben.
Dass der Spass, die Lust an den Gedankengebäuden der Autoren (nicht bei jedem kommt die Lust ins Spiel - leider) erst dann erscheint, wenn man sich behende und alles andere als linear in jeder Art von Text bewegt, haben wir nicht mitbekommen. Dieses Defizit nagelt uns immer wieder auf den Zeilen fest. Das ist mit ein Grund, weswegen man genau diese Techniken auch nicht aus Büchern lernen kann.
Darum: steig aufs Rad und freue Dich über die Landschaft und nicht über Deine Gangschaltung.

Sonntag, 13. Januar 2008

Schnellleserin Harriett Klausner: Mutter Theresa des Bildungsbürgertums

Harriet Klausner liest einen Roman, setzt sich an ihren Computer, schreibt eine Kritik und schickt sie ab. Das ist der Vormittag. Spät am Abend das Gleiche noch einmal. Ein weiteres Buch, eine weitere Besprechung, Computer um 1.30 Uhr ausgeschaltet. Ein Tag wie die meisten anderen.
Wer es ihr gleichtun möchte, sollte allerdings nicht meinen, dass er durch Fernsehdarstellungen à la SternTV mit Günter Jauch kapieren kann, wie es geht. Es gehört das sehr frühe Lesen dazu:
Schon als Kleinkind gerierte sich Harriet offenbar ein bisschen anders als ihre Altersgenossen. Drei Jahre alt, las sie "Die Prinzessin auf der Erbse", mit zwölf verschlang sie die Wälzer "Krieg und Frieden" sowie "Vom Winde verweht".
Lesen Sie bitte den ganzen Artikel aus Welt online.




Mittwoch, 12. Dezember 2007

ZEIT-WISSEN: Lesen lernen - AlphaReading

Im soeben erschienenen Heft »ZEIT-WISSEN«/Januar 2008 hat Regine Smith Thyme in der Rubrik »Seminartest« geschrieben:
»Im Rahmen von Aus-und Weiterbildung müssen große Wissensgebiete erfolgreich und schnell bearbeitet werden. »AlphaReading - Strategisches Speed-Reading« empfiehlt Klaus C. Marwitz als wirksames Mittel, um das berufliche wie das persönliche Wissensmanagement zu optimieren.«
In dem Artikel kommen auch Seminarteilnehmer zu Wort:
»Durch die Annäherung an einen Text kann ich jetzt entscheiden, ob dieser für mich brauchbar ist, ohne ihn komplett lesen zu müssen. Durch das Schnelllesen ist das Gemerkte bei mir sehr viel mehr geworden, weil ich ein Gesamtbild vom Text im Kopf habe statt einzelner Brocken, die ich nicht mehr zusammenbasteln kann.« beschreibt eine Teilnehmerin, die bei einem Fernsehsender arbeitet, ihre Erfahrungen im Seminar.

Mittwoch, 15. August 2007

Auf Speed: Schnell-Lesen in der WirtschaftsWoche

Sebastian Matthes von der WirtschaftsWoche hat gerade in der Nr.33/2007 einen Artikel zum Thema Schnelllesen veröffentlicht. Darin kommt er zu dem Schluss, dass ein Leseseminar sich immer lohnt »denn trotz Radio und Fernsehen nehmen Menschen nach wir vor zwischen 70 und 80 Prozent ihres Wissens über Texte auf«. Besonders nach den RTL-Sendungen Stern-TV vor einigen Wochen strömen Manager und deren Mitarbeiter scharenweise in Kurse für schnelleres Lesen, berichtet Matthes. Da es inzwischen wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Mensch lernen kann, schneller zu lesen, soll angeblich ein Glaubenskampf hinsichtlich der Methoden entbrannt sein. Das stimmt so nicht - die Methoden ähneln einander mehr oder weniger -. Es ist eher ein Kampf um Marktsegmente.
Matthes stellt kurz und knapp die wichtigsten Gesichtspunkte des Schnelllesens zusammen: die Neugier wecken, das Gehirn auf schnelles Denken trainieren, die Augen im Vorwärtsgang halten, den inneren Vorleser nicht immer gewähren lassen und das Selbstvertrauen stärken (»Die Annahme, wer schnell liest, überliest auch viel, stimmt nicht immer.« »Tatsächlich kann das Gehirn viel mehr Informationen aufnehmen, als viele denken.«). Der flüssig geschriebene Artikel ist ein Dienst am Thema Informations- und Wissensmanagement. Hoffentlich lesen ihn viele von der Informationsflut bedrohte Manager.

Samstag, 12. Mai 2007

Strategisch Schnelllesen = bis 90% Arbeitszeit sparen

Frage: »Warum geben Sie nicht an, um wieviel sich die Lesegeschwindigkeit in WPM (Wörter pro Minute) durch das Seminar vergrößert?«
Antwort: »Weil mit dieser Zahl in der Werbung Schindluder getrieben wird. Dreimal so schnell lesen können, bedeutet mitnichten, dass Sie eine lesebasierte Arbeit in einem Drittel der Zeit qualitativ hochwertig abschließen können. Um eine Prüfung zu bestehen oder irgendein anderes Wissensprojekt 100prozentig durchzuführen, müssen Sie viel mehr Dinge gut können als nur schneller lesen. Das lernen Sie bei uns sowieso in erhöhtem Maße (Speed-Reading). Aber dieses Speed-Reading ist nicht unser Endziel, sondern es dient dazu, dass Sie Ihr eigentliches Arbeitsziel sehr viel schneller und sehr gut erreichen. Am Ende können Sie sagen: »Ich habe meine Prüfung in einem Fünftel der befürchteten Zeit geschafft.« oder »Das Projekt ging mir außerordentlich flott von der Hand. Ich habe gar nicht gemerkt, wieviele Texte und Bücher ich dafür bearbeiten musste«. Bei uns lernen Sie, das schnelle Lesen strategisch so einzusetzen, dass Sie bis zu 90% Arbeitszeit einsparen.«
www.AlphaReading.de

Samstag, 24. Februar 2007

Harriet Klausner - 4-6 Bücher pro Tag

Bernd Juhre, ehemaliger AlphaReading-Seminar-Teilnehmer schickte mir folgendes E-Mail:
»Ich bin im TIME-Magazin auf einen Artikel über eine Schnell-Leserin gestoßen, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:
"Without the web, Harriet Klausner would be just an ordinary human being with an extraordinary talent. Instead she is one of the world's most prolific and influential book reviewers. At 54, Klausner, a former librarian from Georgia, has posted more book reviews on Amazon.com than any other user—12,896, as of this writing, almost twice as many as her nearest competitor. That's a book a day for 35 years... more ..."«
Heute sind es bis zu 6 Bücher am Tag, nicht überflogen, sondern eben schnell gelesen. Am 24.2.2007 meldet Amazon 13313 Buchbesprechungen, was Harriet Klausner zur reichhaltigsten und einflussreichsten Rezensentin macht.
»I was an acquisitions librarian in Pennsylvania and wrote a monthly review column of recommended reads. I found I liked reviewing and went on to freelance after my son was born.
I am a speed reader (a gift I was born with) and read two books a day. It's incomprehensible to me that most people read only one book a week," she says. "I don't understand how anyone can read that slow."
Einen weiteren Artikel findet man im Opinion Journal. Noch mehr finden Sie bei Google.

Montag, 8. Januar 2007

Technische Aspekte des Schnelllesens

Das Schnelllesen kann man ganz unterschiedlich beleuchten. Sehen wir es nüchtern als bloße Technik, sind natürlich Zahlen gefragt. Peter Rösler von WWW.SCHNELL-LESER.DE unterscheidet in einem Vortrag vom 25.3.2006, gehalten vor der Deutschen Gesellschaft für berufliches Lesen, zwischen dem subvokalisierenden Lesen, das er als »normales oder herkömmliches Lesen« und dem »rein-optischen« Lesen, das als Schnell-Lesen bezeichnet.
Das subvokalisierende Lesen beginnt mit dem »Naturtempo« von 240 Wörtern pro Minute (WPM), geht über 720 WPM, dem schnellsten herkömmlichen Lesen ohne spezielles Training und endet bei 1000 WPM als Obergrenze herkömmlichen genauen Lesens.
Durch Vergrößerung der Blickspanne, bzw. der Blickfläche, und der Fixationsgeschwindigkeit erreicht man bis zu 10000 WPM. Wobei 2400 WPM als UNTERSTE Grenze des genauen und sicheren Schnell-Lesens gilt. Über 6000 WPM, dem Erfahrungswert für mittleres Schnell-Lese-Tempo für wissenschaftliches Arbeiten kommt man zur oberen erfahrenen Grenze des genauen Schnell-Lesens.
Siehe hierzu das PDF-Dokument und den Powerpoint-Vortrag.

Das sind - wie gesagt - die nüchtern-technischen Werte. Trainiert wird die Beschleunigung u.a. mit verhaltenstheoretischen Methoden, die von einem Manko ausgehen, der »Zu-langsam-keit«. Das strategische Speed-Reading (AlphaReading) arbeitet dagegen mit einem ganzheitlichen Ansatz. Mehr darüber später hier im Blog.

Dienstag, 2. Januar 2007

Schnelles Lesen und Belletristik

Gegen das schnellere Lesen von Romanen, Novellen und anderen belletristischen Texten wird immer wieder eingewandt, dass man dann die künstlerische Setzung der Worte und die Schönheit des Satzbaues nicht mehr wahrnehmen könne.

Wer sich stets auf die Bausteine konzentriert, wird nicht die Kathedrale zu sehen bekommen. Wer aber vom Gesamteindruck des Bauwerks zurückkehrt zum Detail des einzelnen Steins, hat ein ganz anderes Gefühl für dessen individuelle Bedeutung.

Wer sich gern und oft in der Reichhaltigkeit des Gesamteindrucks verliert (das entspricht dem Speed-Reading), wird bei der Rückkehr zum Detail zusätzlich die vielen Muster, die diese Einzelheiten bilden, erkennen und genießen lernen. Dies ist besonders reizvoll bei einem rhythmischen Wechsel zwischen Schnell und Langsam. Beim Lesen heißt dieser immer wiederkehrende Wechsel Oszillieren.

Menschen, die lediglich ihre Augen über die Zeilen hetzen, werden in der Tat den eingangs erwähnten Verlust an künstlerischer Wahrnehmung einbüßen. Und zusätzlich ist die Merkfähigkeit erfahrungsgemäß eingeschränkt.

Wer aber durch den häufigen Geschwindigkeits- und Perspektivewechsel das Gehirn zum Mitmachen einschaltet, hat alles drei: das ganze Bauwerk, das Element des Baus - zB Torbogen - und die Individualität des einzelnen Steins. Und als Bonus ein effektiveres Gedächtnis.

Nur wer schnell sein kann, ist in der Lage, Langsamkeit zu genießen. Wer immer langsam ist, wird schon bei geringen Beschleunigungen von der angestiegenen Menge an Details erschlagen und - übertragen auf unsere Text-Welt - von Informationsflut schwadronieren.

Für unser Thema bedeutet das:
Nicht den Augen Beine machen, sondern lernen, strategisch schneller zu lesen.

Klaus Marwitz