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Samstag, 5. April 2008

Gefährliches Lesen an Röhrenbildschirmen

In meinen AlphaReading-Seminaren tauchen immer wieder Fragen zum Arbeiten am Bildschirm auf. Hierzu habe ich einige Links zusammengetragen.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Arbeiten an Röhrenbildschirmen immer schon für die Augen gefährlich war und, erleichtert durch den Preissturz bei Flachbildschirmen, spätestens heute einfach abgeschafft gehört.
Zum Thema Gefahr für die Makula im Auge gibt es Patchwork-Informationen. Man findet eine Menge, wenn man bei Google »makuladegeneration röhrenbildschirm« eingibt. Entscheidend sind zwei gegenläufige Trends:
1) Die schädliche Strahlung ist auch bei modernen Röhren zwar enorm verringert, aber dennoch vorhanden (für die Röntgenstrahlung gilt immer noch »Abstand = 3,5 mal Durchmesser«). Die Werte werden toleriert, da sie DIREKT keinen Schaden anrichten. Jedoch ist die Schädigung der Makula (das ist der gelbe Fleck = dort sieht man scharf) kumulativ. Die Schädigung entsteht durch freie Radikale, die durch die Strahlung entstehen und die nicht mehr abgebaut werden können.
2) Das Auge schützt sich davor durch einen körpereigenen Stoff, das Lutein. Die Produktion nimmt durch schlechte Ernährung (Fast Food, Süßgetränke) und durch das Älterwerden ab. Im übrigen hat die Röhrenlobby wegen der ungeheuren Kapazitäten zur Bildröhrenherstellung die Entwicklung der Flachbildschirme nicht gerade gefördert. Als am besten sind heute die LED-hintergrundbeleuchteten Flachbildschirme anzusehen.
Zu diesem Thema sollten Sie selbst möglichst viele Fundstellen melken.

Sonntag, 14. Januar 2007

Schadet das Lesen im Dunklen den Augen?

Schlechtes Licht strengt die Augen an. Diese landläufige Meinung ist insofern unsinnig, da es kein schlechtes Licht gibt, nur helleres und dunkleres, farbiges oder farbloses in Grautönen. Die Frage ist nur, welche Sehaufgaben die Augen in den unterschiedlichen Helligkeitswelten bekommen.
Unsere Eltern haben uns schon gewarnt: »Lies nicht im Dunklen. Du verdirbst dir die Augen.« Ist das aber wirklich wissenschaftlich erwiesen? Oder geht der sorgenvolle Hinweis in die gleiche Richtung wie »Schiel nicht, sonst bleiben Dir die Augen so stehen.«
Meine Recherche im Internet führte mich zu langen Reihen von Webseiten von Augenärzten und Apotheken, die gebetsmühlenartig die These festzuklopfen versuchen, dass eben Fehlsichtigkeiten und andere Unpässlichkeiten der Augen auf deren Überbeanspruchung beim Lesen im »schlechten Licht« zurückzuführen sind.
Der WDR ging der Sache mal nach und fand (schon 2003) eine interessante Meinungswelt vor. Er startete eine »Kleine Anfrage«, um herauszufinden, was wirklich an diesem Gerücht dran ist. Link WDR
Schauen Sie sich die Ergebnisse an, solange der WDR-Link noch aktiv ist.
Tatsache scheint zu sein, dass es keinerlei stimmigen Forschungsergebnisse gibt, die in die eine oder andere Richtung zeigen. Bitter für diejenigen, die gerne mit dem Zeigefinger drohen (à la Struwwelpeter).
Zusätzlich beobachtete Tatsachen sind,
- dass helles Licht auf weißem Papier die schwarzen Buchstaben kleiner erscheinen lässt und damit die Lesegeschwindigkeit und Merkfähigkeit verkleinert,
- dass gedämpfteres Licht und leicht gelbliches Papier (eierschale, beige, willow white) den Blick weicher werden lässt und die Aufnahmefähigkeit vergrößert.
Interessant, wie sich das alles auf das Lesen am Bildschirm auswirkt. Darüber werde ich in diesem Blog schreiben.
Ergänzung:
Am 17.8.2007 fand ich noch folgenden Link zum Thema »Schadet das Lesen bei Dämmerlicht den Augen?«.