Dieses Weblog durchsuchen

Posts mit dem Label Lesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 6. Januar 2011

Lesen im Dunklen schädigt Augen nicht

fotolia.com /munchkinmoo
Schädigt man seine Augen, wenn man im Dunklen, besser im Dämmerlicht, liest? Diese Frage treibt viele Menschen um, führt zu Besorgnis um die eigene Gesundheit und die der beteiligten Kinder.
Die Sorge ist unbegründet. Wichtiger ist es, einen Leseabstand von ca. 30 Zentimetern nicht zu unterschreiten. Wie sich die Angelegenheit technisch abspielt, beschreibt ein Beitrag auf der Website »Gesundheit.de«. Man kommt dort zum Fazit:
»Lesen in der Dämmerung führt zwar zu einem verstärkten Abbau des Sehpurpurs, hat aber keine Langzeitschädigung zur Folge, da sich das Sehpurpur wieder regeneriert. Es wird jedoch davon abgeraten, nach dem Lesen im Dunkeln Auto zu fahren, da die Sehpurpurmenge und somit auch die Sehkraft im Laufe des Abends abgenommen haben kann. Am nächsten Morgen sind die Augen allerdings wieder voll leistungsfähig, da sich das Sehpurpur während des Schlafes wieder komplett aufgebaut hat.«
Link zum Artikel

Link zu Blog-Eintrag »Schneller Lesen mit hellem Licht«

Mittwoch, 5. Januar 2011

Link der Woche 1/2011: Online-Buchhandlung Hartmann

In unserer neuen Blog-Ecke »Link der Woche« werden wir Ihnen regelmäßig Links zu besonders erachtenswerten Seiten im Internet präsentieren.

Wir beginnen mit der neuen Online-Buchhandlung der Familie Hartmann. Die Site ist sorgfältig und übersichtlich gestaltet. Ich halte es für wichtig, dass in der Ära Amazon derlei mutige Initiativen unterstützt werden. Ich drücke die Daumen!
»Familie Hartmann begrüßt Sie herzlich in ihrer neuen Online Buchhandlung. Ein tolles abwechselungsreiches Bücherprogramm erwartet Sie in der virtuellen Buchhandlung. In dem familieneigenen Buchshop können Sie hochwertige Bücher, Literatur und lehrreiche Kinderbücher zu günstigen Preisen bestellen. Suchen Sie etwa Bücher oder Kinderbücher bestimmter Verlage oder bestimmter Autoren, Sie werden stets preiswerte Bücher und Kinderbücher in unserem Buchshop bzw. in unserer Online Buchhandlung finden.«
Link der Woche

Donnerstag, 12. November 2009

Lesen ist eine Meisterleistung des Teams »Augen/Gehirn«

Bochum (pte/12.11.2009/13:40) - Nur einem genialen Mechanismus im Gehirn verdanken wir, dass wir unsere Blickrichtung ruckartig verändern können und trotzdem eine stabile Umwelt wahrnehmen. Forscher der Universitäten Marburg und Bochum berichten gemeinsam mit US-amerikanischen Kollegen im Journal of Neuroscience, dass Nervenzellen bestimmter Gehirnregionen schon vor den Augenbewegungen ihre Aktivität zurückfahren. Damit wurde eines der wichtigsten Rätsel der visuellen Neurowissenschaften gelöst.

Drei Blicksprünge schafft das Auge pro Sekunde und jede dieser sogenannten Sakkaden dauert maximal 60 Millisekunden. Dadurch wird etwa das Lesen zur wahren Meisterleistung, dreht sich doch das Bild des Textes bei den ständigen ruckartigen Augenbewegungen mit bis zu 1.000 Grad pro Sekunde auf der Netzhaut. Videokameras würden bei ähnlicher Geschwindigkeit bloß graue Streifen aufzeichnen. "Besonders rätselhaft ist jedoch die Fähigkeit des Gehirns, beim Blicksprung die Augenbewegungen auszugleichen, damit die Umwelt als ruhend erkannt wird", betont Forschungsleiter Frank Bremmer im pressetext-Interview.
weiter >>
Foto: pixelio.de/Mertes

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Was liest Art Garfunkel?

Wenig bekannt ist, dass Art Garfunkel (Bright Eyes, Mrs. Robinson) ein ausgeprägter Büchernarr ist. Seit 1968 lässt er uns daran teilhaben, indem er minuziös Monat, Jahr, Verfasser, Buchtitel, Erscheinungsjahr und Seitenzahl notiert (Link). Er hat in den letzten 40 Jahren 1084 (bis September 2009) Bücher gelesen. Begonnen hat er im Juni 1968 mit Jean-Jacques Rousseau: The Confessions; Erich Fromm: The Art of Loving und Mark Twain; The Adventures of Huckleberry Finn begonnen und steht jetzt September 2009 im bei John Cleland: Fanny Hill; Daniel Defoe: Roxanna; Giambattista Vico: New Science; Nora Ephron: I Feel Bad About My Neck (Buch 1084).
Aus dieser Liste hat er 151 Lieblingstitel gewählt (Link), zu denen auch Hermann Hesse, Johann Wolfgang Goethe, Henry Kissinger, Marcel Proust, Thomas Mann und viele uns zum Teil unbekannte Dichter gehören.
Wen das interessiert? Vielleicht versucht ja jemand herauszufinden, wie  die Lektüre bestimmter Bücher sein Musikschaffen aktuell beeinflusst hat. Die Zeitangaben lassen es zu.
Vielleicht sucht der eine oder die andere aber auch nur Tipps für den bevorstehenden Gabentisch...

Sonntag, 19. Juli 2009

YouTube-Buchclub für junge Online-Leser

Unter dem Titel "Beyond Books" machen der Sender ITN und Buchverleger wie Penguin, Faber & Faber oder Random House ab sofort ein Online-Programm für literaturinteressierte Internetnutzer. Der Youtube-Kanal - aufgebaut nach dem Vorbild von Buchsendungen im Fernsehen - läuft bereits. ITN will weitere Verlage an Bord holen. Ausgerichtet ist der Online-Buchclub vor allem auf die junge Generation, wie Nicholas Wheeler, Chef von ITN On, der Multimediasparte des Senders, bestätigt.
Der ganze Artikel.

Samstag, 6. Juni 2009

Sachbuch - 6 Kriterien für den Kauf

Bücher stehen - ungelesen - auf dem Bücherbrett oder dem Bücherregal und drehen Ihnen den Rücken zu. Hier ein Stapel Belletristik dort ein Stapel Fach- und Sachliteratur- einige mit eingesteckten Lesezeichen. Warum?
In der Regel haben Sie sich »hinreißen« lassen und haben nicht vor dem Kauf geprüft, ob das Werk überhaupt genügend Informationen (siehe Blogartikel »Ist die Informationsflut wirklich gefährlich?«) für Sie bereit hält.
Im Blogartikel »Bücher kaufen wie die Eichhörnchen« habe ich 6 Kriterien zusammengestellt, Gedanken die man sich VOR dem Kauf machen sollte.
Hier der ganze Artikel.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Spaß am Bildschirmlesen

Endlich kann man am Bildschirm stressarm schnell und sicher lesen. Das kleine Tool Readability extrahiert den Artikeltext und transformiert diesen in eine selbstgewählte Form, die deutlich komfortableres Bildschirmlesen erlaubt. Der links oben gezeigte Artikel sieht nach Aufruf des Boomarklets ganz anders aus. Man kann Schriftart, Schriftgröße und Zeilenlänge einstellen.

Das Tool wird von der Seite der Firma arc90 Laboratories in die Browserleiste gezogen. Es entsteht dort ein Button. Wenn man dann auf eine Internetseite trifft, die schwer leserlich und umgeben von allerhand Werbe- und sonstigem Kram umgeben ist, tippt man auf den Button und stellt seine Lesewünsche (siehe oben) ein. Fertig. So sieht beispielsweise der obige Artikel nach der Lesbarmachung aus.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Der neue Speed-Reading-Trainer von Tom Freudenthal

Der Speed-Reading-Trainer wurde von mir schon in der herkömmlichen Form geschätzt. Und zwar:
1. Als hervorragende Vorbereitung für die AlphaReading-Seminare. Wer durch vorlaufenden Gebrauch des Speed-Reading-Trainers auf einem hohen Trainingsniveau einsteigt, hat natürlich mehr Möglichkeiten, Geschwindigkeits- und Behaltensraten zu vergrößern.
2. Als unbestechlicher Vergrößerer der Nachhaltigkeit von AlphaReading-Seminaren. Die berühmten 21 Tage zum Festigen einer neuen (Lese-)Gewohnheit laufen durch diese Software »fast nebenbei«. Die im Seminar erreichte Lesegeschwindigkeit wird durch diese kombinierte Anwendung mindestens nochmals verdoppelt.
3. Die Arbeitstechniken, die im Seminar zur Vergrößerung der Behaltensrate trainiert werden, werden durch den Speed-Reading-Trainer flankiert oder besser: unterstützt.
Die neue Version bietet durch die Möglichkeit, eigene Texte zum Training zu verwenden, und Alltagstexte durch die »Maschinerie« des Computerprogramms zum Schnelllesen aufzubereiten, echten Mehrwert.
Dass nun auch die Mac-Leute bedacht wurden, hängt wohl mit meiner ständigen Kritik an dem vergangenheitsorientierten Festhalten am Windows-System zusammen.


Link zum Speed-Reading-Trainer

Donnerstag, 27. November 2008

Lesen aktiviert das Gehirn

Wenn Menschen Wörter lesen, sind im Gehirn ständig Sinneszellen aktiv, die ihrerseits die Bedeutung der beschriebenen Gegenstände abrufen. Beim Lesen von mit Geräuschen assoziierten Begriffen wie "Telefon" oder "Rasenmäher" werden im Gehirn Bereiche aktiviert, die auch beim tatsächlichen Hören der Geräusche aktiv sind. Dieser Prozess in den Hörarealen laufe schneller ab als das kognitive Begreifen der Wortbedeutung, so das Ergebnis der im "Journal of Neuroscience" veröffentlichten Forschung. Gleiches betrifft auch andere Sinneswahrnehmungen wie Sehen, Tasten, Riechen und Schmecken.

Nur 150 Millisekunden vergehen, bevor dieser Prozess gestartet wird. Das ist schneller als unser Bewusstsein die Bedeutung des gelesenen Begriffs verarbeiten kann. Wichtig ist die Sinneswahrnehmung beim Wortlernen. "Was wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken, hinterlässt dauerhafte Gedächtnisspuren im Gehirn für die Bedeutung eines Begriffs", so der Ulmer Hirnforscher Martin Kiefer.

Diese Erkenntnis hat besonders für die Pädagogik Konsequenzen. "Unsere Begriffe werden verarmt, wenn wir die dahinterstehende Sinnesinformation nicht kennen. Wer nie selbst in den Bergen war und sich die damit verbundenen Sinneswahrnehmung angeeignet hat, wird eine andere Einstellung etwa zum Thema Umweltschutz haben", meint Kiefer. Angesichts der heutigen Praxis des Begriffslernens, das sich zunehmend auf Medien und Bücher reduziere, seien von den Kindergärten durchgeführte Exkursionen zu Bauernhöfen wertvoll.
Die ganze Meldung (pte vom 26.11.2008)

Sonntag, 9. November 2008

Wissens-Aktive lesen anders - AlphaReading

Die Wissens-Aktiven unterscheiden sich von den Wissens-Passiven in vielen Punkten:
Während die W-Passiven über die besonders in den letzten Jahren gefährlich zugenommene Informationsflut jammern, sich durch Fachbücher und -magazine mit unglaublicher Langsamkeit durchquälen - und am Ende doch nichts behalten haben, die vor neuen Aufgaben wegen des damit im Zusammenhang stehenden Lesepensums zurückscheuen und dabei so manche Chance verpassen, die im Office-Alltag sich ständig über zuviel Arbeit, bzw andersherum über zu wenig Zeit beklagen, haben die W-Aktiven eine andere Sicht der Welt.
Sie schauen nach vorn zum Ziel, um abzuschätzen, ob es sich lohnt, besondere Anstrengungen zu unternehmen. Dann lernen sie die modernsten Arbeitstechniken, um das Lernen, das Lesen, das Sortieren, das Dokumentieren, das Schreiben effektiver zu gestalten. Heraus kommt dabei eine atemberaubende Beschleunigung von Routinetätigkeiten ohne Pulserhöhung durch schnelleres Denken und Behalten, wobei stets der Zusammenhang im Blick ist.
Die Wissens-Aktiven fühlen sich unter ihresgleichen wohl und vollbringen große Leistungen in Team-Arbeit. Das nächste Treffen der Anwärter findet am 24./25. Januar 2009 in Berlin statt, im ersten AlphaReading-Seminar des neuen Jahres.
Kommen Sie doch einfach dazu.
Anmeldungen über: Termine & Anmeldung AlphaReading
Bild: aboutpixel.de / bärle

Montag, 6. Oktober 2008

Buchstabenabstand entscheidet über Lesefreundlichkeit

»Zur visuellen Erfassung benötigt das Gehirn Ordnung« sagen Forscher der New York University. Der Pressedienst pte berichtet aus New York:
»Ob ein Text lesefreundlich ist, hängt vor allem vom ausreichenden Abstand der Buchstaben ab, nicht von der Textgröße. Das haben nun Gehirnforscher der New York University http://www.nyu.edu herausgefunden und im Journal "Nature Neuroscience" veröffentlicht. Erst wenn der Raum zwischen Buchstaben einen Mindestwert überschritten hat, der als "kritischer Abstand" bezeichnet wird, kann das Gehirn ohne Mühe lesen. Näher zusammengedrängte Buchstaben können hingegen nur schwer entschlüsselt werden.

Was fürs Lesen gilt, lässt sich überall im Alltag beobachten: Beim Erfassen von Werbeplakaten, auf der Suche nach Artikeln am Flohmarkt oder für das Ordnungsgefühl in den eigenen vier Wänden ist das Auge auf Zwischenräume angewiesen. Obwohl dies offensichtlich scheint, hat sich die Ansicht noch kaum durchgesetzt: "Die meisten haben die festgefahrene Meinung, die Sichtbarkeit hänge in erster Linie von der Größe ab," sagt Studienautor Denis Pelli, Psychologe an der "New York University".

Nun wurde erforscht, warum das nicht so ist. Damit ein Objekt erkannt wird, wird es vom Auge erfasst und in mehreren Bestandteilen analysiert, etwa nach Linien oder Ecken. Schwierig wird das, wenn der Hintergrund zuviel Ablenkung bietet: Bei großer Unordnung erhält das Gehirn zu viele Informationen, die alle miteinander kombiniert werden. In Folge fällt das Erkennen schwerer. "Einen Vogel am Himmel können wir mühelos beobachten, solange er nicht im Schwarm fliegt. Doch unsere visuelle Welt ist nicht geordnet, daher muss das Auge zuerst alles vom Hintergrund isolieren", erklärt Pelli.

Je weiter Objekte entfernt sind, desto größer muss ihr Abstand sein, um erkannt zu werden: Wer ein Buch aus größerer Distanz zu lesen versucht, sieht, dass die Buchstaben zusammenrücken und in der Menge verschwimmen. Wie groß der zum Lesen notwendige Zwischenraum genau ist, hängt auch vom Leser ab: Mit zunehmendem Alter und Übung kann ein Kind immer kleinere Abstände wahrnehmen und erhöht dadurch sein Lesetempo.«
Der ganze Artikel

Freitag, 3. Oktober 2008

Ist die Datenflut wirklich gefährlich?


Alle Welt redet von der Informationsflut und wie gefährlich sie sei, weil sie uns erschlagen könnte. Die Sachlage ist aber eine andere. Das, was uns der berufliche Alltag an gedruckten, geschriebenen, gemailten und im Internet gefundenen Texten bietet, sind nicht Informationen, sondern Daten. Zu Informationen werden die Daten erst, wenn wir auf Grund eines gesteckten Ziels, einer gestellten Aufgabe oder eines gefassten Plans auswählen, um dann in dem ausgesuchten Text die Teile zu bearbeiten, die wichtig sind, um die Ziele zu erreichen. Das sind dann schon einmal erheblich weniger Informationen als das gesamte Datenangebot.
Also: aus der Datenflut suche ich mit bestimmten Techniken die wichtigen Informationen heraus, die mich meinen Zielen näher bringen. Von Informationsflut also keine Spur.
Die erforderlichen Techniken sind Denkbeschleuniger, Schnelllese-Techniken, Auswahl-Entscheidungshelfer und Dokumentationstechniken.
Schnell die richtigen Texte finden, daraus effizient lernen und das Erarbeitete effektiv in die Realität umsetzen - das sind die Trainings-Schwerpunkte des textstrategischen Vorgehens der Business-Reading-Seminare.
Und bei aller Beschleunigung die absolute Ruhe bewahren.
Mehr bei Business-Reading.com
Bild: aboutpixel / puabinwilare

Donnerstag, 25. September 2008

DOs und DON'Ts fürs schnelle Lesen

Auf eine Anfrage der FAZ, was man zum Anfang tun bzw. nicht tun solle, um beim Lesen von Sach- und Fachtexten schneller und gründlicher zu werden, stellte ich folgende (unvollständige!) Liste auf:

Print:
  • Sich vorher überlegen, warum man gerade diesen Text lesen will.
  • Wenn der Autor unbekannt oder das Thema unbequem ist, zuerst mehr Informationen über Wikipedia oder Amazon einholen. Dann:
  • Den ganzen Text flüchtig in Augenschein nehmen, damit man eine Ahnung bekommt, was auf einen zukommt.
  • Leseabstand 30 bis 40, noch besser 50 cm
  • Mit dem Zeigefinger oder einem Stift unter der Zeile ganz gleichmäßig und schnell von links nach rechts entlanglaufen, Zeile für Zeile, um einen Rhythmus zu erzeugen
  • Dabei nicht jedes »kleine« Wort mitlesen, sondern vorwärts drängen, nicht langsamer werden.
  • Bei kurzen Zeilen (schmalen Druckspalten) den Zeigefinger in die Zeilenmitte legen und mit gleichbleibender Geschwindigkeit senkrecht nach unten ziehen; dabei die wichtigen Wörter fixieren, aber auf keinen Fall zurückbleiben.
  • Nach 3 bis 4 Seiten innehalten und aus dem Gedächtnis (!) 20 bis 30 wichtige Worte notieren (oder in ein Mind-Map eintragen). Zum Trainieren immer schneller werden und immer längere Textstücke im Ganzen lesen. Nicht zurückgehen und noch einmal »gründlich« lesen. Das bremst das Selbstwertgefühl aus. Mut zur Lücke!

Bildschirm:

  • Das Lesen am Bildschirm ist wesentlich komfortabler, weil so viel einstellbar ist.
  • Nicht Ausdrucken!
  • Leseabstand ca. 70 cm
  • Schriftgröße so einstellen, dass man die Augen nicht zukneifen muss, um alles zu erkennen.
  • Zeilenlänge auf ca. 60 bis 70 Zeichen stellen.
  • Font auf Verdana oder Arial umstellen.
  • Beschleunigungstrainingsprogramme wie zB ZAP-Reader verwenden
  • sonst wie Print
Was man nicht tun sollte, wenn man schnell und gründlich sein will:

  • Sich nicht vorher überlegen, wozu man den Text lesen will.
  • Jammern, dass die Informationsflut überhand nimmt.
  • Langsam und stotternd ohne Rhythmus lesen.
  • Zu schon gelesenen Stellen zurückkehren.
  • Tagträumen.
  • Nebenher Musik mit Text hören.
  • Bei flackerndem Licht (zB Fernseher) lesen.
  • Zu wenig Informationen zum Thema haben.

Samstag, 24. Mai 2008

SZON: »Lesen lässt Raum für eigene Phantasien«

Die Schwäbische Zeitung Online schreibt in der Ausgabe vom 24. Mai 2008:
... Lesen ist die Basis für die Nutzung aller anderen Medien - eine unverzichtbare Kulturtechnik, die auch im Zeitalter von Fernsehen und Internet durch nichts zu ersetzen ist. Beim Lesen kann jeder das Tempo selbst bestimmen, Lesen erzeugt eine Atmosphäre der Konzentration und lässt Raum für eigene Phantasien.
Beim Lesen ist ein persönlicher Kontakt eher möglich als beim Fernsehen, wo Augen und Ohren voll auf den Bildschirm ausgerichtet sind. Eltern und Kinder können beim Vorlesen die Nähe zueinander genießen. Beim Lesen und Vorlesen kann man sich einzelne Worte und Sätze auf der Zunge zergehen lassen: ein Vergnügen, das beim Fernsehen verwehrt bleibt ...
Der ganze Artikel

Montag, 19. Mai 2008

Lesen: Die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer

Wie kommt es, dass wir so hochkomplexe Fähigkeiten wie Radfahren oder Schwimmen, vom Autofahren ganz zu schweigen, gern, hartnäckig und ausdauernd lernen, und zwar ohne zu klagen? Und wie kommt es, dass wir beim Erlernen des schnelleren, anderen Lesens so viele Tipps, Kicks, Tröstungen und Aufmunterungen benötigen?
Im ersten Fall haben wir die neue Welt vor Augen, die sich durch die genannten Fähigkeiten und Fertigkeiten erschließt. Analog zum gern zitierten Satz von Antoine de Saint Exupéry »Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommele nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.«
Im zweiten Fall schauen wir verbockt immer wieder auf unser Unvermögen (von dem wir ja weg wollen) und trauen uns nicht in die Welt ohne Schwimmflügel, Stützräder oder Fahrlehrer. Der Spaß hinter dem Schnelllesen bleibt verborgen. Was wird durch das schnelle Lesen möglich? Darauf haben wir in der Schule, die verantwortlich ist für unsere rudimentär gebliebene Kulturtechnik Lesen, keine Antwort als Perspektive erhalten. Solange man so unsinnig abfragt: »Wie stellt sich die Bundesrepublik Deutschland im Text »Das steinerne Herz« von Arno Schmidt dar?«, wird der Autor, der sich mit herkömmlichen Lesemethoden nur unvollkommen erschließt, im Dunklen bleiben.
Dass der Spass, die Lust an den Gedankengebäuden der Autoren (nicht bei jedem kommt die Lust ins Spiel - leider) erst dann erscheint, wenn man sich behende und alles andere als linear in jeder Art von Text bewegt, haben wir nicht mitbekommen. Dieses Defizit nagelt uns immer wieder auf den Zeilen fest. Das ist mit ein Grund, weswegen man genau diese Techniken auch nicht aus Büchern lernen kann.
Darum: steig aufs Rad und freue Dich über die Landschaft und nicht über Deine Gangschaltung.

Samstag, 5. April 2008

Gefährliches Lesen an Röhrenbildschirmen

In meinen AlphaReading-Seminaren tauchen immer wieder Fragen zum Arbeiten am Bildschirm auf. Hierzu habe ich einige Links zusammengetragen.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Arbeiten an Röhrenbildschirmen immer schon für die Augen gefährlich war und, erleichtert durch den Preissturz bei Flachbildschirmen, spätestens heute einfach abgeschafft gehört.
Zum Thema Gefahr für die Makula im Auge gibt es Patchwork-Informationen. Man findet eine Menge, wenn man bei Google »makuladegeneration röhrenbildschirm« eingibt. Entscheidend sind zwei gegenläufige Trends:
1) Die schädliche Strahlung ist auch bei modernen Röhren zwar enorm verringert, aber dennoch vorhanden (für die Röntgenstrahlung gilt immer noch »Abstand = 3,5 mal Durchmesser«). Die Werte werden toleriert, da sie DIREKT keinen Schaden anrichten. Jedoch ist die Schädigung der Makula (das ist der gelbe Fleck = dort sieht man scharf) kumulativ. Die Schädigung entsteht durch freie Radikale, die durch die Strahlung entstehen und die nicht mehr abgebaut werden können.
2) Das Auge schützt sich davor durch einen körpereigenen Stoff, das Lutein. Die Produktion nimmt durch schlechte Ernährung (Fast Food, Süßgetränke) und durch das Älterwerden ab. Im übrigen hat die Röhrenlobby wegen der ungeheuren Kapazitäten zur Bildröhrenherstellung die Entwicklung der Flachbildschirme nicht gerade gefördert. Als am besten sind heute die LED-hintergrundbeleuchteten Flachbildschirme anzusehen.
Zu diesem Thema sollten Sie selbst möglichst viele Fundstellen melken.

Freitag, 14. März 2008

Deutschlandfunk: Bücher sind wie Brot

Die Autorin Felicitas Hoppe empfiehlt das Lesen von Märchen. In den Geschichten würden sehr viele Problemlösungsstrategien angeboten, "und das ist eine tolle Sache". "In diesem Sinn ist ein Buch ein Lebensmittel wie ein Stück Brot", sagte Hoppe - trotz Fernseh- und Computer-Konkurrenz.
Die Moderatorin Elke Durak vom Deutschlandfund führte ein aufschlussreiches Gespräch mit der Autorin, die selbst Märchen schreibt:
Durak: Was, Frau Hoppe, können denn junge Menschen von heute aus Ihren Büchern lernen, wenn sie unter folgendem Druck stehen: Sie sollen leistungsbereit sein, leistungsfähig von Kindesbeinen an. Das Leben wird durchorganisiert, dass eins ins andere passt. Möglichst wenig Fehler sollen gemacht werden, immer weiter, weiter... Was ist der Sinn von Büchern?
Hoppe: Ich glaube der Sinn von Büchern ist, dass man sich selbst in ihnen wiederfinden kann und dass man etwas findet, was einem noch nicht bekannt ist, also dass man sich in den Büchern spiegelt, aber mit Hilfe der Bücher auch andere Möglichkeiten entdeckt. Deshalb sind ja Bücher langweilig, in denen sich eigentlich alles immer nur wiederholt. Dasselbe trifft auch auf Spiele zu oder auf was auch immer. Also es muss sich ein Raum öffnen, der einem unbekannt ist und den man Lust hat zu betreten und kennenzulernen, glaube ich.
Das ganze Gespräch.

Dienstag, 27. November 2007

Viele gute Fragen von »GuteFrage.net« jetzt bei uns

Der Server »GuteFrage.net« nimmt alle Arten von Fragen entgegen. Wir suchen regelmäßig die Eintragungen nach Themen aus den Bereichen Informations-, Wissens- und Kompetenz-Management ab und abonnieren die Antworten auf unserer speziell dafür eingerichteten Seite »Übrigens...«.
Bis jetzt liegen Antworten zu folgenden Fragen vor:
Bitte schauen Sie bei Interesse öfter mal herein: Übrigens...

Bookinist, der mobile Lesesessel

Ein sehr seltenes Möbelstück, rechtzeitig vor Weihnachten entdeckt: der Bookinist.
Bookinist ist ein mobiler Lesesessel von Nils Holger Moormann.
Dem Prinzip einer Schiebkarre nachempfunden, kann er an den Lieblingsplatz gerollt werden. Ca. 80 Taschenbücher lassen sich griffbereit in den Arm- und Rückenlehnen verstauen. Mit einer Leselampe und verborgenen Fächern für Schreibutensilien (Leselupe, Lesezeichen, Stift, Spitzer und Notizbuch werden gleich mitgeliefert) lädt Bookinist zum Schmökern und Sinnieren ein.
Für knapp 2000 Euro in drei Farben erhältlich. Mehr.

Samstag, 30. Juni 2007

Bildschirmarbeit: Nah-Fern-Pendel gibt den Augen Schwung

AugenAmala S. Köhler gibt Bildschirmarbeitern in Wirtschaft und Weiterbildung (07/08-2007) einige Tipps. Neben der Nacken-Schulter-Entspannung und dem bekannten Palmieren empfiehlt sie das Pendeln mit den Augen:
»Gezielter, einfacher Ausgleich zum lange andauernden, oft schon angestrengten Blick in die Nähe - auf Einzelheiten des Bildschirm oder beim Lesen. Dabei pendeln Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit von einem nahen Detail auf ein Motiv in der Ferne und wieder zurück. Dieser Nah-Fern-Wechsel erhält die Flexibilität der Linse, entspannt Sie und die Augenmuskeln und lockert den Nacken:
Setzen Sie sich bequem so hin, dass Sie auch durch das Fenster einen Blick in die Ferne haben. Atmen Sie ruhig und tief. Schauen Sie auf einen Gegenstand in Ihrer Nähe (ca. 30 cm entfernt). Senken Sie dabei den Kopf leicht. Wandern Sie nun mit Ihrem Blick in die Ferne. Heben Sie dabei den Kopf leicht. Pendeln Sie zurück zum Gegenstand in der Nähe.«
Amala Köhler empfiehlt, diese Übung ca. 2 Minuten lang zu machen, dabei kann man Wartearbeiten damit füllen. Sie weist darauf hin, dass bei Netzhautablösung häufiger Fokuswechsel allerdings vermieden werden sollte.