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Freitag, 10. Dezember 2010

Alpha-Speed-Reading und die Nachhaltigkeit

Am 1. April 2011 werde ich auf diesem Blog die Meldung veröffentlichen, dass es amerikanischen Forschern endlich gelungen ist, eine Pille fürs Schnelllesen zu entwickeln. Sie erhöht die Lesegeschwindigkeit um 1000%, wirkt aber nur 2 Stunden. Und nur bei amerikansichen Texten. Ich wette, dass dieser Beitrag 1000% mehr Klicks haben wird, als sonst üblich.
In meinen AlphaReading-Seminaren gibt es immer wieder Teilnehmer, die glauben,  durch Umlegen eines imaginären Schalters plötzlich schneller lesen zu können, und zwar völlig unrealistisch schneller.
Hierzu schreibt Ina Schmidt in ihrem lesenswertem und spannendem Buch »Macht Denken glücklich?«:










Diese Teilnehmer sind dann sehr überrascht, mit welchen pädagogischen Tricks ich sie in Aktion halte und sie letztlich dahin bringe, wohin sie eigentlich auch wollten, meist noch ein gutes Stück weiter.
Damit nicht genug, halte ich die Teilnehmer auch nach dem Seminar noch in Atem: täglich einige Minuten bestimmte Übungen durchführen und das 21 Tage lang, angestoßen durch E-Mails von mir. Zusammengerechnet sind das vielleicht 2 bis 3 Stunden, die aber entscheidend sind und »den Hebel umlegen«.
Teilnehmerberichten zufolge ist der Garant für das Erreichen des Ziels die konzentrierte Mitarbeit im Seminar und das 21-Tage-Nachtrainieren mit Anweisungen durch mich. Dieser Aspekt der Transfersicherheit macht meine Seminare nachhaltig wirksam.
Link zum Buch | Link zu den Seminaren

Dienstag, 7. Dezember 2010

Harry Potter liest »Daily Prophet« auf E-Paper

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 7.12.2010:
Die Zeitung der Zukunft soll bald Realität sein.
Darmstadt (dpa) - Immer die neusten Infos in der Zeitung: Ein Schlüssel dieser E-Ink und E-Paper genannten Technik ist die elektronische Tinte. Spezialisten der Darmstädter Firma Merck sagen der Tinte, was sie zu tun und zu lassen hat.
Im Kino ist die Zeitung der Zukunft schon Realität. Wenn Harry Potter im «Daily Prophet» liest, hat er kein bedrucktes Papier in der Hand, sondern High-Tech. Die Zeitung aktualisiert sich ständig selbst. Sobald es etwas Neues gibt, wechseln Bilder und Texte in Sekundenschnelle.
Die mit E-Ink (elektronische Tinte) oder E-Paper (elektronisches Papier) befassten Techniker arbeiten weltweit daran, dass die Vision aus den Harry-Potter-Geschichten bald Wirklichkeit wird. Denn ...
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Sonntag, 31. Oktober 2010

Schneller Lesen mit hellem Licht

Der Hamburger Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort fand bereits 2009 (ZEIT Nr. 09/09), dass bei biologisch optimiertem Licht die Lesegeschwindigkeit um 35 Prozent stieg. Dies wurde an 116 Schülern getestet. Ebenso zeigten sie sich signifikant aufmerksamer.
Um die Wichtigkeit des hellen Lichts geht es auch in der ZEIT Nr. 44/10:
»Das Läuten des Weckers bringt uns zwar auf die Beine; die Schläfrigkeit jedoch kann es oft genug nicht vertreiben. Worauf es ankomme, seien »Licht und unsere Gene«, sagt Dieter Kunz. »Diese zwei Dinge bestimmen vor allem, wann wir wach und aktiv werden.« Kunz ist Chefarzt der Abteilung für Schlafmedizin am Berliner St. Hedwig-Krankenhaus. Sein Fachgebiet ist die Chronobiologie, die Lehre von der inneren Uhr. Und die untersucht Kunz gerade in der Schule. Acht Klassenräume der Königin-Luise-Stiftung in Berlin-Dahlem hat der Wissenschaftler zu Labors erklärt. Vier der Klassen sind mit »biologisch optimierten« Deckenlampen ausgerüstet. Sie gleichen sich automatisch den im Tageslauf wechselnden Lichtverhältnissen an; zudem strahlen sie heller und in anderen Farbtönen als konventionelle Lampen.
Nach sechs Monaten wird verglichen: Welche Schüler haben in Mathe mehr gelernt - jene mit den neuen Lampen oder jene in den anderen Klassen? Kunz ist überzeugt, dass besseres Licht die Lernleistung positiv beeinflusst, nicht nur bei Schülern. Viele Häuser, Büroräume und U-Bahnen seien zu dunkel, sagt der Mediziner. Einmal stattete er zehn seiner Studenten mit sensorgespickten Brillengestellen aus und schickte sie durch einen normalen Werktag. Die Brillen maßen die Lichtmenge, die am Auge ankam: durchschnittlich nur 50 Lux. »Da merkt man ja gar nicht, dass der Tag schon begonnen hat«, sagt Kunz. Deshalb hilft er den müden Schülern jetzt nach: Wenn es im Winter draußen noch stockdunkel ist, strahlen 500 Lux von der Decke, viel stärkeres Licht als üblich.
Doch nicht allein die Intensität des Lichts beeinflusst unsere Munterkeit, sondern auch seine Farbe. Anfang des Jahrzehnts erst entdeckten britische und US-amerikanische Forscher auf der Netzhaut neben Stäbchen und Zapfen eine dritte Rezeptorenart. Diese Zellen reagieren hauptsächlich auf blaues Licht von 480 Nanometern Wellenlänge. Sie senden Reize an den sogenannten Suprachiasmatischen Nucleus (SCN). Dort sitzt die Steuerzentrale unserer inneren Uhr, nur wenige Zentimeter hinter dem Nasenrücken. Der SCN dirigiert Stoffwechsel, Körpertemperatur und Gehirnaktivität des Menschen im 24-Stunden-Rhythmus. Blaues Licht hemmt dabei die Ausschüttung des Müdigkeitshormons Melatonin und macht uns binnen kurzem wach. Deshalb strahlt es in Kunz' »biologisch optimierten« Modellklassen bläulich weiß von der Decke - nicht gelblich funzelig wie sonst.
Mit einem ähnlichen Versuchsaufbau hatte schon der Hamburger Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort die kurzfristigen Effekte biologisch optimierten Lichts an 116 Schülern getestet [...](siehe oben). Kunz' Langzeitstudie dauert noch bis Mitte des nächsten Jahres. Doch schon heute glaubt der Chronobiologe: »Das Einzige, was wir falsch machen können, ist, das Licht so zu lassen, wie es heute üblicherweise ist.«
Über die Wirksamkeit blauen Lichts gegen Müdigkeit habe ich 2008 einen Blogeintrag veröffentlicht.

Samstag, 9. Oktober 2010

Emnid: Leselust lässt nach

»Laut einer Umfrage des Emnid-Instituts lässt die Lust aufs Bücherlesen nach. 28 Prozent der Befragten gaben an, in diesem Jahr in ihrer Freizeit noch kein Buch gelesen zu haben. Vor zwei Jahren waren es 20 Prozent. Dass sie 2010 bereits ein oder mehrere Bücher außerhalb von Schule und Beruf gelesen hätten, sagten 72 Prozent der Befragten. Vor zwei Jahre äußerten sich 80 Prozent so. – Das Meinungsforschungsinstitut befragte im Auftrag der „Bild am Sonntag“ anlässlich der Frankfurter Buchmesse 500 Bundesbürger ab 14 Jahren.« (domradio.de) 
»Die Deutschen lesen immer seltener Bücher. 72 Prozent lasen in diesem Jahr in ihrer Freizeit zumindest ein Buch, das sie nicht aus schulischen oder beruflichen Gründen lesen mussten, wie eine repräsentative Befragung des Emnid-Instituts im Auftrag der "Bild am Sonntag" ergab. 28 Prozent, also über ein Viertel, hatten kein Buch aus reinem Interesse gelesen. Vor zwei Jahren lag der Anteil derjenigen, die in ihrer Freizeit Lust aufs Lesen haben, noch bei 80 Prozent.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen West- und Ostdeutschland. Im Westen lasen der Umfrage zufolge 25 Prozent in diesem Jahr noch kein Buch in der Freizeit, im Osten waren es 42 Prozent. Zudem lesen auch Frauen lieber als Männer: So sagten 78 Prozent der weiblichen Befragten, dass sie in diesem Jahr bisher mindestens ein Buch gelesen haben, bei den männlichen Befragten waren es hingegen nur 64 Prozent.« (afp über Google)
Was lernen wir daraus?