86% aller Deutschen hätten das Buch gern im Bücherregal. Ja, dann steht es da, mit dem Rücken zum Betrachter. Äußerst häufig gekauft und nicht immer gelesen. Ein E-Book-Käufer ist hingegen gewiss kein Sammler. Er liest, was er meist online gekauft oder raubkopiert hat. Wer kauft ein E-Book in einer Buchhandlung jetzigen Zuschnitts? Wie geht das? Größere Buchhandlungen bieten auch E-Book-Reader an. Meist ohne Ahnung, was der jeweils neueste Stand der Technik ist. Dann bleiben sie darauf sitzen, wie Borders (siehe letzten Blogeintrag) und schieben die Schuld auf die Kunden.
Warum nur strapazieren wir hier das »Entweder – Oder«? Es geht doch gar nicht darum, das gebundene Buch abzuschaffen. Es wird seine Zielgruppe behalten. Und seinen Namen, der den Text und den Textträger umfasst. Und Buchleser heißt der Mensch, der dieses Buch liest.
»Das Neue« schafft sich neue Zielgruppen, nicht unbedingt auf Kosten der alten. Es wird Leser entstehen lassen, die möglicherweise nicht (gleich) zum Buch greifen. Wozu greifen sie aber? Zum E-Book? Das ist aber doch nur der Text. Zum E-Book-Reader? Das ist aber doch nur das Gerät zur Darstellung des Textes, vergleichbar mit dem Papier und dem Einband des Buches. Ist dann der Leser ein E-Book-Reader-Leser? Gibt es hier nicht eine wunderbare Chance, neue Worte zu kreieren?
Ich denke, dass digitale Texte in sehr absehbarer Zeit viel mehr echte Leser schaffen und im Sachtextbereich viel mehr gründliche, weil hier die Vorteile der leichten Bearbeitung wie zB. Verlinkung zum besseren Verständnis und zum leichteren Merken führen.
Die Magdeburger Nachrichten haben zu diesem Thema am 16. März 2011 einen Artikel dazu veröffentlicht.
Zum Artikel.
Das Buch ist so sicher wie Blüms Rente« titelt Welt-online am 19.3.2011.
Zum Artikel.
Die E-Book-Studie 2011 Pressekonferenz des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. »Umbruch auf dem Buchmarkt?
Das E-Book in Deutschland« können Sie hier herunterladen.
Zur Studie.
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Samstag, 19. März 2011
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Frankfurter Buchmesse sieht ungebrochenen Lesetrend, verschläft aber andere Trends
Aber, so meint man betonen zu müssen, stellen gedruckte Werke E-Books noch klar ins Abseits.
Und daran denken: der Computer sollte das papierlose Büro realisieren. Und, was ist daraus geworden?
»Auch die diesjährige Frankfurter Buchmesse http://www.buchmesse.de widmet sich dem Thema E-Reader und E-Books in angemessener Weise. Im Vergleich zum klassischen Buch spielt der elektronische Lesespaß hierzulande aber eine nach wie vor verschwindend geringe Rolle. Das Interesse der Verbraucher an den neuen Medien sowie deren Bedeutung wächst zweifelsfrei - allerdings nur im Schneckentempo. Noch bestimmen die Printtitel den deutschen Büchermarkt mit einem denkbar großen Respektsabstand.«Die Entwicklung ist unumkehrbar wie seinerzeit Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks. Er änderte die Art, Texte darzustellen, qualitätiv und quantitativ. Das aktuelle Phänomen betrifft zunächst den qualitativen Sektor. Texte können ohne besondere Mehrkosten in Formen dargestellt werden, die im Printverfahren schlicht zu teuer sind. Hinzu kommt die Interaktivität, das nutzerspezifische Änderungspotential, die kreative Weiterentwicklung. Das sind die unumstößlichen Pluspunkte. Von der Printwirtschafct einschließlich merkwürdigerweise der Verlage wird vor allem die quantitative Dimension gefürchtet. Und hier schaut man wie die Maus auf die Schlange auf die – und da freut man sich zur Zeit noch – geringen Prozentzahlen der E-Books. Print-Leute werdet wach! Der Trend zum Elektronischen ist nicht aufzuhalten. Nutzt die Zeit, um neue Medienmodelle zu entwickeln. Macht das Lesen breiteren Nutzerschichten attraktiver. Achtet nicht auf »Umsteiger« (die gibt es sowieso nicht!), sondern auf die Zuläufer. Vertut nicht die Chance, ganz neue Zielgruppen zu gewinnen. Auch die, die nie ein Buch in die Hand genommen haben oder es auch nie tun würden.
Und daran denken: der Computer sollte das papierlose Büro realisieren. Und, was ist daraus geworden?
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Dienstag, 9. Juni 2009
Buchgeruch-Spray für E-Book-Reader
Vielleicht setzen sich die E-Book-Reader so schwer durch, weil der typische Buchgeruch fehlt.Auf der Seite »Smell of Books« finden Buchliebhaber verschiedene interessante lesebegleitende Gerüche als Spray.
Wenn sich jemand seiner zerfallenden bei Ebay erstandenen Schwarten schämt, ist mit dem Geruch »Neue Bücher« gut bedient. Umgekehrt lassen sich Lesegeräte oder nach Plastic duftende Bücher mit dem Geruch »Classic Musty Scent« auf der Zeitachse zurückbeamen. Achtung, der Bücherstaub kann zum Niesen anregen. Als Begleiter der Frühstückslektüre ist »Crunchy Bacon Scent« - garantiert cholesterinfrei - gedacht und wer als Katzenliebhaber in der Fremde nicht auf den geliebten Tiergeruch verzichten möchte, nimmt eine Dose »Eau, You Have Cats« mit.
»Smeel of Books« ist mit zig Leseformaten getestet, darunter alle gängigen Geräte, aber eben auch PDFs, Papyrus u.a. Windows- und MacOSX-kompatibel.
Hier finden Sie alles.
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